12. Tropfkanten & Abkantungen

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HIMACS bietet außergewöhnliche Bearbeitungsmöglichkeiten, die es Verarbeitern ermöglichen,
ihre Designkreativität bei der Formgebung von Kanten voll auszuschöpfen.
Mit einer großen Vielfalt an verfügbaren Fräsern und der Verwendung von hochwertigen Klebstoffen sind die Möglichkeiten der Kantengestaltung nahezu grenzenlos.

Das Know-how des Verarbeiters spielt eine entscheidende Rolle, insbesondere bei der Ausführung komplizierter oder komplexer Kantenprofile.
Darüber hinaus ist ein hohes Maß an Handwerkskunst für die Herstellung nahtloser Verbindungen unerlässlich, die für das Erreichen hervorragender Kantenoberflächen von grundlegender Bedeutung sind – unabhängig davon, ob das Design einfach oder komplex ist.

Tropfkanten und Abkantungen bieten eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten. Bestimmte Stile können für bestimmte HIMACS-Farben besser geeignet sein,
insbesondere solche mit Maserungen, Perlmutt- oder Glitzereffekten, großen Chips oder durchscheinenden Eigenschaften.

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Herstellungstechniken eignen sich im Allgemeinen am Besten für Unifarben und Granitoberflächen mit kleinen bis mittelgroßen Spänen.
Die Verwendung falscher oder ungeeigneter Herstellungsmethoden kann zu strukturellen Versagen wie Rissbildung aufgrund von Spannungen führen.
In einigen Fällen können unsachgemäße Techniken zu einer Stresskonzentration oder einer Erhöhung des inneren Stresses führen.

Korrekt gefertigte Tropfkanten und Abkantungen tragen zur strukturellen Integrität der HIMACS-Plattenbaugruppe bei.
Daher ist es wichtig, dass die Design- und Herstellungsmethoden angemessen aufeinander abgestimmt sind, um eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten.

Die ordnungsgemäße Herstellung von Tropfkanten und Abkantungen ist unerlässlich, um die strukturelle Integrität und ästhetische Qualität von HIMACS-Oberflächen zu gewährleisten.
Die Nichteinhaltung der empfohlenen Methoden kann zu verschiedenen Problemen führen, von denen einige die Haltbarkeit und Leistung des Endprodukts beeinträchtigen können.

Problematik

Grund

was kann passieren

Richtig

1

Rissbildung aufgrund von Spannungskonzentration

Falsche Fertigungstechniken,
wie z. B. scharfe Innenecken oder ungleichmäßige Verklebung, können zu einer Spannungskonzentration führen.

Im Laufe der Zeit können sich Risse bilden, insbesondere unter thermischer oder mechanischer Belastung.

Verwenden Sie glatte Übergänge und sorgen Sie für einen gleichmäßigen Klebstoffauftrag. Vermeiden Sie abrupte Änderungen in der Geometrie.

2

Materialfehler durch inkompatibles Design

Designs, die nicht den physikalischen Eigenschaften der ausgewählten HIMACS-Farbe oder des ausgewählten HIMACS-Musters entsprechen (z. B. geäderte, durchscheinende oder großspanige Oberflächen), können zum Ausfall führen.

Fugen reißen, Verformung oder sichtbare Defekte auftreten können.

Passen Sie die Komplexität des Designs an die Materialeigenschaften an. Verwenden Sie Uni- oder Feinspanfarben für stark beanspruchte Bereiche.

3

Schwäche der Verbindungen

Schlecht ausgeführte Fugen, einschließlich Fehlausrichtung oder unzureichender Haftabdeckung, können die Struktur schwächen.

Sichtbare Nähte, verminderte Tragfähigkeit und verursachen mögliche Trennung.

Achten Sie auf eine präzise Ausrichtung und verwenden Sie die empfohlenen Klebstoffe. Handwerkliches Geschick ist das A und O für nahtlose Verbindungen.

4

Probleme mit der Wärmeausdehnung

Eine unzureichende Berücksichtigung der Wärmeausdehnung bei der Herstellung kann zu einem Spannungsaufbau führen.

Knicken, Rissbildung oder Versagen der Verbindung bei Temperaturschwankungen.

Lassen Sie bei Bedarf Dehnungsfugen ein und befolgen Sie die thermischen Richtlinien für HIMACS-Materialien.

5

Inkompatibilität mit Farbeffekten

Einige Herstellungsmethoden sind möglicherweise nicht für Farben mit Spezialeffekten (z. B. Glitzer, Perlmutt, durchscheinend) geeignet.

Optische Inkonsistenzen, ungleichmäßige Oberflächen oder strukturelle Schwächen.

Wählen Sie Herstellungstechniken, die die visuellen und strukturellen Eigenschaften der gewählten Farbe ergänzen.

6

Unsachgemäße Verwendung von Klebstoffen

Verwendung von nicht empfohlenen Klebstoffen oder falschen Aushärtungsverfahren.

Schwache Verklebungen, Verfärbungen oder Versagen der Verbindung.

Verwenden Sie immer HIMACS-zugelassene Klebstoffe und befolgen Sie die Aushärtungsanweisungen genau.

7

Zu viel Bearbeitung oder übermäßiges Fräsen

Ein übermäßiger Materialabtrag während der Kantenformung kann die strukturelle Integrität verringern.

Ausdünnung, Verformung oder erhöhte Anfälligkeit für Beschädigungen.

Befolgen Sie die Bearbeitungsrichtlinien und vermeiden Sie unnötigen Materialabtrag.

Die Herstellung von geraden Bauteilen erfordert Präzision und die Einhaltung der empfohlenen Verfahren, um die strukturelle Integrität und ästhetische Konsistenz zu gewährleisten.
Gerade Teile sind in der Regel einfacher herzustellen als gebogene oder komplexe Profile, aber “die Liebe zum Detail” bleibt unerlässlich

Zu den wichtigsten Überlegungen gehören:

Thema

Richtlinien / Empfehlungen

Materialvorbereitung

Stellen Sie sicher, dass HIMACS-Platten sauber, trocken und frei von Oberflächenverunreinigungen sind, bevor Sie sie schneiden oder verkleben.

Schnittgenauigkeit

Verwenden Sie geeignete Schneidwerkzeuge, um saubere, gerade Kanten zu erzielen. Halten Sie konstante Vorschubgeschwindigkeiten und Klingenschärfe aufrecht, um Absplitterungen oder ungleichmäßige Schnitte zu vermeiden.

Kanten-Finish

Gerade Kanten sollten glatt und mit den empfohlenen Schleiftechniken veredelt werden, um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erzielen und die Oberfläche für die Verklebung vorzubereiten.

Verklebung und Montage

Tragen Sie nur von HIMACS-zugelassene Klebstoffe gleichmäßig auf die Klebeflächen auf. Verwenden Sie Spannwerkzeuge, um die Ausrichtung und den Druck während des Aushärtens aufrechtzuerhalten.

Stressbewältigung

Vermeiden Sie Stress durch unsachgemäße Handhabung oder Fehlausrichtung. Stellen Sie sicher, dass die Fugen ordnungsgemäß abgestützt sind und dass die Wärmeausdehnung bei der Konstruktion berücksichtigt wird.

Qualitätskontrolle

Prüfen Sie das fertige Bauteil auf Geradheit, Oberflächengüte und Verbindungsintegrität.
Auffällige Abweichungen sollten vor der endgültigen Montage korrigiert werden.

Abkantung Herstellen
(Stapelmethode)

Eine der einfachsten Techniken zur Herstellung einer Abkantung besteht darin, Schichten aus HIMACS-Material unter dem Primärblech untereinander zu verkleben. Diese Methode eignet sich besonders für die Farbpaletten Solid und Granite. Bei einer 12 mm Platte werden entweder zwei Schichten (insgesamt 24 mm) oder drei Schichten (insgesamt 36 mm) untereinander geklebt, um das gewünschten Tropfenkantenprofil zu erreichen.

Die ordnungsgemäße Herstellung von geraden Bauteilen trägt zur allgemeinen Haltbarkeit und visuellen Qualität von HIMACS-Installationen bei.

Eine der einfachsten Techniken zur Herstellung einer Abkantung besteht darin, Schichten aus HIMACS-Material unter dem Primärblech untereinander zu kleben.
Diese Methode eignet sich besonders für die Farbpaletten Solid und Granite.

Typischerweise werden bei einem Blech mit einer Dicke von 12 mm entweder zwei Schichten (was eine Gesamtdicke von 24 mm ergibt) oder drei Schichten (36 mm) untereinander geklebt,
um das gewünschte Abkantung zu erreichen. (Stapelmethode)

1. Vorbereitung der Streifen

  • Schneiden Sie die benötigten Streifen leicht überdimensioniert ab.

  • Schleifen Sie die Unterseite jedes Streifens mit Schleifpapier der Körnung 120.

  • Gründlich reinigen mit weißen Papiertücher und Brennspiritus oder Bio-Ethanol (mind. 96%).

2. Auftragen von Klebstoff

  • Wenden Sie eine angemessene Menge HIMACS Fugenkleber an zu jedem Streifen.

  • Verteilen Sie den Kleber gleichmäßig mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel, um eine vollständige Abdeckung zu gewährleisten.

3. Spannen und Aushärten

  • Befestigen Sie die Streifen mit Federklemmen vom Typ "A" im Abstand von 70 mm bis 80 mm.

  • Lassen Sie den Klebstoff ca. 45 Minuten bei einer Temperatur von +20 °C aushärten.

  • Stellen Sie sicher, dass beim Klemmen eine sichtbare Kleberraupe aus der Verbindung austritt, was auf einen ausreichenden Klebstoffauftrag und den richtigen Klebedruck hinweist.

4. Veredelungsprozess nach dem Aushärten des Klebstoffs

  • Besäumen Sie die Kante mit einer Tischkreissäge.

  • Bearbeiten Sie das gewünschte Profil entweder mit einer Handoberfräse oder einem Tischfräsmaschine.

  • Schließen Sie den Vorgang ab, indem Sie die Oberfläche schleifen und polieren, um ein glattes, verfeinertes Finish zu erzielen.

  • Die Stapelmethode wird aufgrund der inhärenten Dickentoleranz nicht empfohlen, da beim Stapeln der Schichten zu spürbaren Abweichungen führen kann,
    die möglicherweise die strukturelle und visuelle Integrität beeinträchtigen.

  • Tiefe und Breite des Falzes: Stellen Sie sicher, dass die Falzmaße für die Stärke und Art des zu verbindenden Materials geeignet sind.

  • Werkzeugauswahl: Verwenden Sie geeignete Fräs- oder Falzwerkzeuge, um saubere und gleichmäßige Schnitte zu erzielen.

  • Klebstoffauftrag: Tragen Sie HIMACS-zugelassenen Klebstoff innerhalb des Falzes auf, um eine starke Verbindung zu gewährleisten.

  • Ausrichtung und Fixierung: Richten Sie die Bauteile sorgfältig aus und verwenden Sie geeignete Spannmethoden, um während der Aushärtung den notwendigen Druck aufrechtzuerhalten.

  • Finish: Nach dem Verkleben schleifen und polieren Sie den Verbindungsbereich, um eine glatte, gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.

  • Eine fachgerechte Falzung erhöht sowohl die mechanische Festigkeit als auch die optische Qualität von langen Schürzen- und Blendenmontagen.

  • Abgesetzte Kanten können direkt an der Plattenkante angebracht werden, insbesondere bei größeren Absenkungen.

  • Das Ausfräsen (Falzen) der Plattenunterseite auf eine Tiefe von ca. 1–2 mm vor der Montage ist am effektivsten.

  • Erhöhte Verbundfestigkeit

  • Reduzierte Auswirkungen von Partikelunregelmäßigkeiten

  • Verbesserte Oberflächenqualität

  • Präzise ohne zusätzliche Führungen oder Ausrichtschablonen

  • 12 mm Blech: Falz ca. 13 mm × 2 mm

  • 20 mm Blech: Falz ca. 21 mm × 2 mm

  • Alle Kanten auf Ausbrüche, Sägespuren oder Weißbruch prüfen.

  • Die inneren Kanten des Falzes und die entsprechenden Gegenkanten mit Schleifpapier Körnung 150/180 anschleifen.

  • Gründlich mit Brennspiritus oder Bio-Ethanol (96%) und einem weißen Papiertuch reinigen

  • Ausreichend HIMACS-zugelassenen Klebstoff auftragen.

  • Die Kante mit Schraubzwingen im Abstand von 70–80 mm fixieren.

  • Durchgehende Klebstoffraupen an den inneren und äußeren Kanten der Fuge sicherstellen.

  • Nach dem Aushärten die Platte umdrehen und überschüssigen Klebstoff mit einer Handoberfräse und geradem Fräser mit Nylon-Anlaufring entfernen.

  • Oberfläche schleifen und polieren, um ein glattes, professionelles Finish zu erzielen.

Beim Arbeiten mit HIMACS-Platten in 12 mm Stärke variiert die erforderliche Falztiefe je nach Farbfamilie, um eine optimale optische Konsistenz und Kantenqualität sicherzustellen:

  • Farbfamilien mit großen Partikeln (Volcanics, Lucia): Falztiefe auf 5 mm erhöhen.

  • Farbfamilien mit Maserung und Glitzereffekt (Marmo, Perna, Sparkling): Falztiefe auf 9 mm erhöhen, um eine bessere optische Konsistenz und Kantenqualität zu erzielen.

Die Stumpfe Verklebung (ohne Falz) und die Gehrungsverbindung (45°-Schnitt) sind alternative Verfahren zur Kantenbearbeitung bei HIMACS-Platten.

  • Stumpfe Verklebung (ohne Falz): Verbindet Kanten ohne Falz. Einfacher, jedoch weniger stabil und optisch weniger homogen.

  • Gehrungsverklebung (45°): Bildet eine Gehrungsfuge. Effektiv für präzise Ecken und das Kaschieren von Farbunterschieden.

Hinweis:

Beide Methoden erfordern eine sorgfältige Ausführung, um korrekte Ausrichtung, vollständige Klebstoffabdeckung und eine hochwertige Nachbearbeitung sicherzustellen.

Beim Herstellen von Stumpf - Eckverbindung ist es wichtig, die Unterseite der HIMACS-Platten vor dem Verkleben auf mögliche Defekte zu prüfen.
Die Unterseite sowohl der Platten als auch der Aufdopplungsstreifen sollte mit Schleifpapier Körnung 120 angeschliffen werden, um eine optimale Oberflächenvorbereitung sicherzustellen.

Holzanschlagklötze, die mit Heißkleber fixiert werden, können zur präzisen Ausrichtung der Aufdopplungsstreifen während der Montage verwendet werden.

Hinweis:

Obwohl diese Methode funktional ist, wird die Falztechnik im Allgemeinen bevorzugt, da sie eine höhere strukturelle Stabilität und eine bessere optische Konsistenz bietet.

Die Gehrungseckverbindung (45°) ist besonders effektiv, um Farbunterschiede bei bestimmten Dekoren mit Maserungen und/oder Glitzereffekten zu kaschieren.

Herstellung einer Tropfkante

Eine Tropfkante kann für jede horizontale Fläche aus 12 mm Material vorgesehen werden.

Vorgehensweise:

  • Einen Falz mit 6 mm Tiefe und 6 mm Höhe an der Oberseite der Vorderkante der Arbeitsplatte fräsen.

  • Eine entsprechende Nut in das Schürzenmaterial schneiden, sodass die Schürze nach dem Verkleben etwa 12 mm über die horizontale Arbeitsfläche hinausragt.

  • Die Schürze mit Fugen-Klebstoff an die Arbeitsplatte kleben.

  • Nach dem Aushärten die Oberkante mit einer Oberfräse mit einen speziellen Fräser bearbeiten und die Oberfläche nach Bedarf schleifen.

  • Ein Mindestradius von 5 mm muss für alle Innenecken mit HIMACS-Platten eingehalten werden. Größere Radien sind vorzuziehen.

  • Die senkrechte Fugenlinie zwischen der Kante und der oberen Klebenaht sollte mindestens 25 mm Abstand haben.

  • Alle angesetzten Abschnitte der Kante müssen mit einem HIMACS Verstärkungsblock verstärkt werden.
    Die Arbeitsplatte sollte in einem Übermaß von 1,5 mm gefertigt werden, um einen präzisen Kantenbeschnitt zu ermöglichen.

Beginnen Sie mit der Vorbereitung von Blöcken aus HIMACS-Platten. Für die folgenden Bedingungen ist eine Mindestblockgröße von 130 × 130 mm erforderlich:

  • Kantentiefe: 50 mm

  • Innenradius der Ecke: 5 mm

  • Abstand von der Ecke zur Fugenlinie: 50 mm

  • Abstand von der Fugenlinie zur Blockkante: 25 mm

    Gesamt: 50 + 5 + 50 + 25 = 130 mm

Arbeitsschritte:

  1. Unterseite schleifen:
    Die Unterseite der Blöcke mit Schleifpapier Körnung 120 anschleifen. Anschließend gründlich mit vergälltem Alkohol und einem weißen, fusselfreien Tuch reinigen.

  2. Verkleben:
    Die Blöcke und Streifen für das Kantenmaterial auf der Unterseite der Innenecken stapeln und mit ausreichender Menge HIMACS-Fugenkleber verkleben.

  3. Fixieren:
    Mit Federzwingen vom Typ „A“ fixieren und ca. 45 Minuten bei +20 °C aushärten lassen. Sicherstellen, dass beim Verpressen eine angemessene Menge Klebstoff aus der Fuge austritt.

  4. Verstärkung (falls erforderlich):
    Wenn die Eckstruktur nicht ausreichend stabil ist, die vertikale Fugenlinie der Eckblöcke und Streifen mit einem 50 mm breiten, 12 mm starken HIMACS-Gegenblock verstärken.

  5. Nachbearbeitung:
    Nach vollständiger Aushärtung die Blöcke auf die Form der Innenecken zuschneiden und überschüssigen Klebstoff mit einer Oberfräse entfernen.

  6. Finish:
    Oberfläche schleifen und polieren, bis ein glattes, professionelles Finish erreicht ist.


Innenecke der ausgeschnittenen Oberseite

Herstellung einer Innenecke einer verbunden HIMACS-Arbeitsplatten

Beginnen Sie mit der Herstellung von Blöcken aus HIMACS-Platten. Für die folgenden Bedingungen ist eine Mindestblockgröße von 125 × 125 mm erforderlich:

  • Innenradius der Ecke: 50 mm

  • Abstand von der Ecke zur Fugenlinie: 50 mm

  • Abstand von der Fugenlinie zur Blockkante: 25 mm

  • Gesamt: 50 + 50 + 25 = 125 mm

Arbeitsschritte:

  1. Unterseite schleifen:
    Die Unterseite der Blöcke mit Schleifpapier Körnung 120 anschleifen. Anschließend gründlich mit vergälltem Alkohol und einem weißen, fusselfreien Tuch reinigen.

  2. Verkleben:
    Die Blöcke auf die Kantenstreifen der Unterseite der Innenecke stapeln und mit ausreichender Menge HIMACS-Fugenkleber verkleben.

  3. Fixieren:
    Mit Federzwingen vom Typ „A“ fixieren und ca. 45 Minuten bei +20 °C aushärten lassen. Sicherstellen, dass beim Verpressen eine angemessene Menge Klebstoff aus der Fuge austritt.

  4. Verstärkung (falls erforderlich):
    Wenn die Eckstruktur nicht ausreichend stabil ist, die vertikale Fugenlinie der Eckblöcke und Streifen mit einem 50 mm breiten, 12 mm starken HIMACS-Gegenblock verstärken.

  5. Nachbearbeitung:
    Nach vollständiger Aushärtung die Blöcke auf die Form der Innenecke zuschneiden und überschüssigen Klebstoff mit einer Oberfräse entfernen.

Innenecke der verbundenen Platte

Arbeitsschritte:

  1. Thermogeformten Eckblock herstellen.

  2. Unterseite schleifen:
    Die Unterseite des Blocks mit Schleifpapier Körnung 120 anschleifen. Anschließend gründlich mit vergälltem Alkohol und einem weißen, fusselfreien Tuch reinigen.

  3. Verkleben:
    Den Eckblock und die Kantenstreifen auf der Unterseite der Innenecke mit ausreichender Menge HIMACS-Fugenkleber verkleben.

  4. Fixieren:
    Mit Federzwingen vom Typ „A“ fixieren und ca. 45 Minuten bei +20 °C aushärten lassen. Sicherstellen, dass beim Verpressen eine angemessene Menge Klebstoff aus der Fuge austritt.

  5. Verstärkung (falls erforderlich):
    Wenn die Eckstruktur nicht ausreichend stabil ist, die vertikale Fugenlinie des Eckblocks und der Streifen mit einem HIMACS-Gegenblock (50 mm breit, 12 mm stark) verstärken.

  6. Nachbearbeitung:
    Nach vollständiger Aushärtung die Blöcke auf die Form der Innenecke zuschneiden und überschüssigen Klebstoff mit einer Oberfräse entfernen.

  7. Finish:
    Oberfläche schleifen und polieren, bis ein glattes, professionelles Finish erreicht ist..

Innenecke mit Schürze der verbundenen Platte

  • Außenecken können entweder mit der Stapelmethode oder der Thermoform-Methode gefertigt werden.

  • Die Vorgehensweisen und Empfehlungen sind identisch mit denen für die Herstellung von Innenecken.

  • Wenn eine Außenecke mit kleinem Radius erforderlich ist, kann die Ecke durch die Kantenstreifen zusätzlich verstärkt werden.

Wenn eine Außenecke mit kleinem Radius erforderlich ist, kann die Ecke durch Kreuzstapeln der Randstreifen verstärkt werden.

Arbeitsschritte:

  1. Vorbereitung:
    Schneiden Sie die erforderliche Anzahl an Kantenstreifen aus HIMACS-Platten, wobei geeignete Breite und Stärke sichergestellt werden.

  2. Schleifen:
    Schleifen Sie die Klebeflächen jedes Kantenstreifens mit Schleifpapier Körnung 120 an. Anschließend gründlich mit vergälltem Alkohol und einem weißen, fusselfreien Tuch reinigen.

  3. Positionierung:
    Ordnen Sie die Kantenstreifen so an, dass jede Lage senkrecht (kreuzweise) zur vorherigen liegt. Diese Kreuzstapelung erhöht die strukturelle Festigkeit.

  4. Verkleben:
    Tragen Sie eine ausreichende Menge HIMACS-Fugenkleber zwischen den einzelnen Lagen auf.

  5. Fixieren:

    Sichern Sie die gestapelten Streifen mit Federzwingen vom Typ „A“. Lassen Sie den Klebstoff ca. 45 Minuten bei +20 °C aushärten. Stellen Sie sicher, dass beim Verpressen überschüssiger Klebstoff austritt.

  6. Formgebung:
    Nach dem Aushärten die Streifen auf das erforderliche Profil der Außenecke mit kleinem Radius zuschneiden.

  7. Finish:
    Entfernen Sie überschüssigen Klebstoff mit einer Oberfräse. Schleifen und polieren Sie die Ecke, um ein glattes, gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erzielen.

Außenecke durch Kreuzstapelverfahren

Außenecke im Thermoformverfahren

  • Immer den größtmöglichen Eckradius vorsehen; niemals eine rechtwinklige Ecke fertigen.

  • Ausreichenden Abstand zwischen der Ecke und der Fugenlinie auf der Arbeitsplatte einhalten und die Anzahl der Fugen an der Ecke minimieren.

  • Geeignete Verstärkungsmethoden an den Fugen anwenden, wo immer möglich.

  • Zusätzliche strukturelle Unterstützung bereitstellen, um die Stabilität der Ecke sicherzustellen.

Auswirkung auf die Haltbarkeit

Die Einhaltung der empfohlenen Herstellungspraktiken für Ecken – wie das Vorsehen eines großzügigen Eckradius, das Einhalten eines ausreichenden Abstands zwischen Ecke und Fugenlinien, das Minimieren von Fugen an der Ecke und das Verstärken mit geeigneter Unterstützung – erhöht die Haltbarkeit des Endprodukts erheblich.

Scharfe oder rechtwinklige Ecken sind anfälliger für Spannungs­konzentrationen, die im Laufe der Zeit zu Rissen oder Brüchen führen können.

Ausreichende Verstärkung und Unterstützung tragen dazu bei, mechanische Belastungen gleichmäßiger zu verteilen und das Risiko struktureller Schwächen zu verringern.

Durch die Befolgung dieser Richtlinien wird die Wahrscheinlichkeit von vorzeitigem Verschleiß, Schäden oder Ausfällen minimiert, wodurch die Lebensdauer der Installation verlängert wird.

Diese Richtlinie wurde erstellt, um technische Informationen für die fachgerechte Herstellung und Installation von HIMACS bereitzustellen. Sie dient ausschließlich als Orientierungshilfe und ist unter Berücksichtigung des eigenen fachlichen Urteils sowie auf eigenes Risiko anzuwenden. Die Eignung der Richtlinie hängt von den jeweiligen technischen Fähigkeiten der Personen ab, die HIMACS verarbeiten und installieren.

Die Richtlinie wird regelmäßig aktualisiert, um zuverlässige und aktuelle technische Informationen zu gewährleisten. Sie ersetzt alle früheren Versionen. Dennoch liegen die Anwendung sowie die jeweiligen Anwendungsbedingungen außerhalb der Kontrolle von LX Hausys. LX Hausys kann daher keine Gewähr für die Eignung des Materials, der Verarbeitung oder der Installation unter beliebigen Einsatzbedingungen übernehmen. Nutzer dürfen diese Richtlinie nicht als vollständige, alleinige, aktuelle oder absolut verbindliche Informationsquelle betrachten.

Verarbeiter und Installateure von HIMACS sind verpflichtet zu prüfen, ob das jeweilige Design, die gewählte Fertigungsmethode, die Installationsmethode sowie die erforderliche Leistungsfähigkeit für den vorgesehenen Einsatz und die spezifischen Rahmenbedingungen geeignet sind. LX Hausys übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Schäden, kommerzielle Verluste oder sonstige Schäden, die aus der Herstellung oder Installation von HIMACS unter Anwendung dieser Richtlinie ganz oder teilweise entstehen.

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